Bokeh-Effekt

Der Bokeh-Effekt
Bokeh verleiht einem Foto Weichheit und hebt das Motiv vom Hintergrund ab. Sogar ein
weniger fotogener Hintergrund wird durch seine diffuse Unschärfe angenehmer und lenkt nicht vom Motiv ab.

Was bedeutet Bokeh?

Bokeh stammt vom japanischen Wort boke (ボ ケ), das „Unschärfe“ oder „Dunst“ bedeutet, oder boke-aji, die „Unschärfequalität“. Bokeh wird „BOH-Kə“ oder „BOH-kay“ ausgesprochen. Wenn du eine Fotografie-Website oder ein Forum besuchst, wirst du viele Leute finden, die über das ansprechende Bokeh diskutieren, das ihre bevorzugten lichtstarken Objektive ermöglichen. Adjektive, die Bokeh beschreiben, sind zum Beispiel: weich, unglaublich, hervorragend, gut, schön, seidig und ausgezeichnet … aber was genau ist Bokeh?

Was ist Bokeh?

Bokeh wird als „der Effekt eines weichen, unscharfen Hintergrunds“ definiert, den du erhältst, wenn du ein Motiv mit einem lichtstarken Objektiv bei der größten Blendenöffnung, wie etwa f/2.8 oder weiter, aufnimmst. Einfach ausgedrückt, ist Bokeh die angenehme oder ästhetische Qualität der Unschärfe in einem Foto.

Beste Blende für Bokeh

Um Bokeh in einem Bild zu erzielen, musst du ein lichtstarkes Objektiv verwenden – je lichtstärker, desto besser. Du solltest ein Objektiv mit mindestens einer Blendenöffnung von f/2.8 verwenden, wobei schnellere Blendenöffnungen von f/2, f/1.8 oder f/1.4 ideal sind. Viele Fotografen nutzen gerne lichtstarke Festbrennweiten, wenn sie Fotos mit sichtbarem Bokeh machen möchten.

Bestes Objektiv für Bokeh

Obwohl Bokeh eigentlich ein Merkmal eines Fotos ist, bestimmt das verwendete Objektiv die Form und Größe des sichtbaren Bokehs. Bokeh ist normalerweise eher in hellen Bereichen zu sehen und wird durch die Form der Blendenlamellen (der Öffnung) des Objektivs beeinflusst. Ein Objektiv mit kreisförmigen Lamellen erzeugt rundere, weichere unscharfe Lichter, während ein Objektiv mit sechseckiger Blende diese Form in den hellen Bereichen widerspiegelt.

Mach dir keine Sorgen, wenn du kein sehr lichtstarkes Objektiv besitzt. Indem du den Abstand zwischen Hintergrund und Motiv vergrößerst, kannst du Bokeh auch bei kleineren Blendenöffnungen wie f/8 erzielen.

So erzielst du Bokeh

Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass deine Fotos sichtbares Bokeh erzeugen, vergrößere den Abstand zwischen Motiv und Hintergrund. Du kannst dies erreichen, indem du den Abstand zwischen Kamera und Motiv verringerst. Je geringer die Schärfentiefe oder je weiter der Hintergrund entfernt ist, desto unschärfer wird er. Auch Glanzlichter im Hintergrund erzeugen sichtbareres Bokeh. Wenn du Gegenlicht, Seitenlicht oder Haarlicht verwendest, wird das Bokeh noch angenehmer.

Bokeh-Kameraeinstellungen

Fotografiere mit weit geöffneter Blende, also im Blendenprioritäts- oder im manuellen Modus. Im manuellen Modus kannst du sowohl die Blende als auch die Verschlusszeit wählen. Im Blendenprioritätsmodus wählst du die Blendenzahl, während die Kamera die passende Verschlusszeit bestimmt. Der flexible Programmmodus ist ebenfalls eine Möglichkeit, bei der du die größtmögliche Kombination aus Blende und Verschlusszeit auswählst.

Bokeh in Porträts

Porträts sind häufige Fotomotive, die schönes Bokeh zeigen. Nahaufnahmen und Makroaufnahmen von Blumen und anderen Naturmotiven sind ebenfalls beliebt. Ein oft fotografiertes Motiv für extremes Bokeh sind Weihnachtslichter oder andere stark reflektierende Objekte. Wenn diese absichtlich unscharf fotografiert werden, erscheinen sie als weiche, pastellfarbene Lichtkugeln.

Tipps zur Bokeh-Fotografie

1. Eine große Blendenöffnung ist am besten (mindestens f/2.8) 2. Verwende schnelle Festbrennweiten
3. Eine lange Brennweite erzeugt extremeres Bokeh
4. Fotografiere mit weit geöffneter Blende

5. Vergrößere den Abstand zwischen Motiv und Hintergrund 6. Gehe näher an dein Motiv heran
7. Mache Nahaufnahmen und Makroaufnahmen in der Natur 8. Verwende Gegenlicht, Seitenlicht oder Haarlicht