Meine Freiheit

Die Kunst, die eigene Freiheit zu entdeckenund sie in Bildern festzuhalten

Dieses schwierige und sehr komplexe Thema, das Kursleiterin Anna M. Tränkner uns im laufenden Semester vorgelegt hat, übertrifft noch die Anforderungen durch den „Perspektivwechsel“, dem Thema des vorangehenden Semesters. Dabei ist die Auseinandersetzung um individuelle Freiheitsrechte jetzt in Corona-Zeiten so aktuell geworden wie im Fotoclub kein anderes Thema zuvor. Bei der Betrachtung der Bilder wird der sehr unterschiedliche Zugang der Kursteilnehmer*innen deutlich: In den Fotos sehen wir so unterschiedliche Vorstellungen von Freiheit wie Sehnsucht nach Weite, den Wunsch zu reisen, kleine Fluchten aus den Beschränkungen des Pandemie-Alltags, die Konfrontation mit den allgegenwärtigen Attributen der Krise, Traumbilder, die die empfundene Schärfe der Realität verschwimmen lassen, Trost in der Natur, die Suche nach Anregung durch kulturelle Erlebnisse – oder einfach die Freiheit, die in der ganz eigenen Bildgestaltung liegt. Wir finden also eine große Vielfalt in den Motiven und ihrer fotografischen Umsetzung. Mit dem theoretischen Input, dieses Mal zum Thema Licht und Farbe, haben wir uns schon nahe am Profibereich bewegt, wie Anna einräumte. An einem Experimentiertag erprobten wir unterschiedliche Farbtemperaturen und Weißabgleich mit manueller Einstellung an der Kamera. Dies führte zu neuen Bildgestaltungsmöglichkeiten und schließlich bis zum Mischlicht und der Arbeit mit farbigen Gelfiltern am entfesselten Blitz. – Hohe Anforderungen also, aber die Auseinandersetzung damit hat sich gelohnt.