Neues Thema: „Es darf leicht sein“
Das kann doch nicht so schwer sein, dachten einige KursteilnehmerInnen bei der Vorstellung des neuen Semesterthemas durch unsere Kursleiterin Anna M. Tränkner. Dass es dann aber doch nicht ganz so leicht werden würde, wurde klar, als die zahlreichen Aspekte dieses Themas entfaltet wurden:

Denn bei diesem Thema geht es weniger um technische Perfektion, sondern vielmehr darum eine Stimmung, ein Gefühl oder eine bestimmte Ästhetik zu erzeugen, die den Betrachter unmittelbar anspricht und eine Leichtigkeit vermittelt. Mögliche stilistische Ansätze können sein: zarte Farbpaletten (z.B. Himmel, Nebel, sanfte Landschaften), ruhige Porträts),

negativer „leerer“ Raum (z.B. einzelne Objekte in einer offenen Landschaft, minimalistische Architektur, Porträts mit viel Raum um die Person),


Bewegung und Fluss (z.B. Tänzer in Bewegung, wehende Stoffe, Wasserfälle oder Bäume im Wind), schlichte Eleganz (z.B. Architekturdetails, Modefotografie, Stillleben mit wenigen, perfekt arrangierten Objekten), lichtdurchflutete Szenen (z.B. Silhouetten, Fensterlicht, Morgendämmerung oder Sonnenuntergänge)
leichte Abstraktionen (z.B. Reflexionen im Wasser, Lichtreflexe, unscharfe Muster), atmosphärischer Nebel und Dunst (z.B. Wälder im Morgennebel, neblige Städte oder Landschaften)


und leichte Körperlichkeit (z.B. Tänzer, Models in dynamischen, aber entspannten Posen, Körper im Zusammenspiel mit Licht und Schatten).
Die große Bandbreite und gefühlte Offenheit der Umsetzungsmöglichkeiten machen das Thema dann doch wieder recht komplex: Wofür soll sich der Fotograf oder die Fotografin entscheiden?? – Und natürlich ist auch eine technische Vertiefung angesagt, die bei diesem Thema eine besondere Rolle spielen kann: der Bokeh-Effekt (näheres erfahren Sie hier)