„Fantastische Illusion“

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Unser Thema für dieses Semester ist „ Fantastische Illusion“. Eine Illusion ist meist eine Täuschung, Trugbild oder eine falsche Wahrnehmung der Wirklichkeit. Es ist eine Sinnestäuschung, bei der etwas Reales falsch gedeutet wird.

In der Schwarz/Weiß-Fotografie wird das Fantastische nicht erzählt, sondern gedacht. Ohne Farbe reduziert sich das Bild auf Form, Linie, Kontrast und Struktur. Genau hier entsteht Illusion: Wenn das Auge Ordnung erkennt, der Raum sich jedoch widerspricht. Architektur kippt, Perspektiven führen ins Unmögliche, Wiederholungen erzeugen Irritation. Das Fantastische zeigt sich nicht als Effekt, sondern als Bruch in der Logik der Wahrnehmung.

Die Schwarz/Weiß-Fotografie zwingt zur Klarheit. Jede Entscheidung wird sichtbar, jedes Zuviel entlarvt. Illusion entsteht durch Präzision: durch Spiegelungen, serielle Strukturen, Schatten, Fluchtpunkte und gezielte Reduktion. Die Bildwirkung ist kühl, grafisch und kontrolliert – und genau dadurch irritierend. Realität wird nicht verfremdet, sondern so klar gezeigt, dass sie fragwürdig wird. 

Fantastische Illusion in Schwarz/Weiß bedeutet, Räume als Systeme zu lesen und fotografisch neu zu ordnen. Das Bild wirkt oft ruhig, beinahe objektiv und entfaltet seine Wirkung erst im zweiten Blick. Der Betrachter wird nicht geführt, sondern herausgefordert.

In der Farbfotografie entsteht das Fantastische nicht aus Ordnung, sondern aus Irritation durch Wahrnehmung. Farbe verändert Raum, löst Formen auf, verschiebt Bedeutungen. Linien müssen nicht exakt sein, Flächen dürfen offen bleiben. Illusion entsteht hier nicht durch Konstruktion, sondern durch Überlagerung, Stimmung und Assoziation.

Farbe wirkt unmittelbar. Sie schafft Nähe, Emotion und Körperlichkeit und genau darin liegt ihr fantastisches Potenzial. Räume werden zu Flächen, Objekte verlieren ihre Eindeutigkeit, Spiegelungen und Transparenzen erzeugen Schwebezustände. Realität wird nicht hinterfragt, sondern verwandelt. Das Bild erklärt sich nicht, es fühlt sich an.

Fantastische Illusion in Farbe ist weniger logisch als intuitiv. Sie arbeitet mit Unschärfe, Fragmenten, Licht, Material und Bewegung. Die Komposition ist oft offener, spielerischer, manchmal bewusst unvollständig. Das Fantastische entsteht im Moment des Sehens nicht durch Analyse, sondern durch Resonanz.

Experimentiertage

Mit diesem Thema im Kopf starten wir in die Experimentiertage. Der erste Experimentiertag fand bei typischen hamburgischen Aprilwetter in der City Nord statt .

Aber davon lassen wir uns weder aufhalten noch die Stimmung verderben.

Bei dem zweiten Experimentiertag fotografierten wir in und um das EKZ Steilshoop. Zum Abschluss darf ein erstes Begutachten der Fotos sowie Fachsimpeln über Kameratechnik nicht fehlen – natürlich bei Kaffee und Kuchen.

Die Ergebnisse zeigen wir in einer Ausstellung voraussichtlich ab dem 11. Juli in den Fluren der VHS in der Schanzenstraße. Informationen zur Vernissage folgen noch.

Einladung zur Vernissage

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Unter dem Thema „Wohlfühlen“ eröffnet der Fotoclub am 31.01.2026 um 15 Uhr im
Raum 404 seine neue Ausstellung. Auf mehreren Fluren werden ca. 60 Exponate zum Thema präsentiert. Zu Beginn wird in einer Beamershow eine Auswahl der besten Fotos der KursteilnehmerInnen gezeigt.

Fotoclub-Thema: „Wohlfühlen“

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Wohlfühlen ist, in einem angenehmen und behaglichen Zustand zu sein oder sich körperlich und geistig fit und gesund zu fühlen und so Wohlbefinden zu erleben.
Es ist eine positive Stimmung, bei der man sich an einem Ort, in einer Situation geborgen fühlt.
Wohlfühlen ist ein Gefühl, dass in kleinen Details, in Berührungen, in Licht und in Gemeinschaft steckt.

Um dieses Thema fotografisch zu erforschen, wollen wir uns auf
zwei Wegen nähern. Dies sind die Nahaufnahmen und Haptik oder die Lichtqualität und Atmosphäre.

Wohlfühlen zeigt sich oft in den kleinen Dingen, z.B. eine Hand, die eine Tasse hält, Stoffe, in die man sich einkuschelt, eine Blume in der Vase, eine Kerze im Fensterlicht. Diese Details sind
persönlich, sinnlich und intim. Sie laden dazu ein, ganz nah heranzugehen.

Wohlfühlen entsteht auch durch Atmosphäre, z.B. ein gemeinsames Essen im Abendlicht,
Kerzenschein im Wohnzimmer, ein Spaziergang bei Sonnenuntergang. Hier spielt das Licht selbst die Hauptrolle.

Die technische Aufgabe ist das Kennenlernen der Naheinstellgrenze bei verschiedenen Brennweiten sowie die Wirkung verschiedener Blenden auf die Schärfentiefe und auf die Texturen
der verschiedenen Oberflächen. Außerdem das Nutzen des Licht, z.B. morgens oder abends zur „Goldenen Stunde“ oder Kerzenlicht.

An den beiden Experimentiertagen wurde mit voller Konzentration und viel Einsatz an diesem Thema fotografiert.

Einladung zur Vernissage

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Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns den Auftakt unserer neuen Fotoausstellung zu feiern! Entdecken Sie bei einem inspirierenden Rundgang, wie unsere Fotograf:innen mit überraschenden Perspektiven, Spiegelungen und Tiefenwirkungen neue Sichtweisen eröffnen und auch Bekanntes in neuem Licht zeigen.

Wann: 27. September 2025, um 15 Uhr
Wo: vhs Schanzenstraße 75, 20357 Hamburg, 5.Stock

Freuen Sie sich auf spannende Gespräche mit den Fotograf:innen, interessante Einblicke hinter die Bilder und einen Nachmittag voller visueller Entdeckungen.

Lassen Sie sich überraschen – wir freuen uns auf Sie!

Nicht verpassen!

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Vernissage am 15. Februar 2025

Unter dem Thema „Es darf leicht sein“ eröffnet der Fotoclub um 15 Uhr im Raum 404 seine neue Ausstellung. Auf mehreren Fluren werden ca. 60 Exponate zum Thema präsentiert. Zu Beginn wird zusätzlich in einer Beamershow eine Auswahl der besten Fotos der KursteilnehmerInnen gezeigt.

Bokeh-Effekt

Der Bokeh-Effekt
Bokeh verleiht einem Foto Weichheit und hebt das Motiv vom Hintergrund ab. Sogar ein
weniger fotogener Hintergrund wird durch seine diffuse Unschärfe angenehmer und lenkt nicht vom Motiv ab.

Was bedeutet Bokeh?

Bokeh stammt vom japanischen Wort boke (ボ ケ), das „Unschärfe“ oder „Dunst“ bedeutet, oder boke-aji, die „Unschärfequalität“. Bokeh wird „BOH-Kə“ oder „BOH-kay“ ausgesprochen. Wenn du eine Fotografie-Website oder ein Forum besuchst, wirst du viele Leute finden, die über das ansprechende Bokeh diskutieren, das ihre bevorzugten lichtstarken Objektive ermöglichen. Adjektive, die Bokeh beschreiben, sind zum Beispiel: weich, unglaublich, hervorragend, gut, schön, seidig und ausgezeichnet … aber was genau ist Bokeh?

Was ist Bokeh?

Bokeh wird als „der Effekt eines weichen, unscharfen Hintergrunds“ definiert, den du erhältst, wenn du ein Motiv mit einem lichtstarken Objektiv bei der größten Blendenöffnung, wie etwa f/2.8 oder weiter, aufnimmst. Einfach ausgedrückt, ist Bokeh die angenehme oder ästhetische Qualität der Unschärfe in einem Foto.

Beste Blende für Bokeh

Um Bokeh in einem Bild zu erzielen, musst du ein lichtstarkes Objektiv verwenden – je lichtstärker, desto besser. Du solltest ein Objektiv mit mindestens einer Blendenöffnung von f/2.8 verwenden, wobei schnellere Blendenöffnungen von f/2, f/1.8 oder f/1.4 ideal sind. Viele Fotografen nutzen gerne lichtstarke Festbrennweiten, wenn sie Fotos mit sichtbarem Bokeh machen möchten.

Bestes Objektiv für Bokeh

Obwohl Bokeh eigentlich ein Merkmal eines Fotos ist, bestimmt das verwendete Objektiv die Form und Größe des sichtbaren Bokehs. Bokeh ist normalerweise eher in hellen Bereichen zu sehen und wird durch die Form der Blendenlamellen (der Öffnung) des Objektivs beeinflusst. Ein Objektiv mit kreisförmigen Lamellen erzeugt rundere, weichere unscharfe Lichter, während ein Objektiv mit sechseckiger Blende diese Form in den hellen Bereichen widerspiegelt.

Mach dir keine Sorgen, wenn du kein sehr lichtstarkes Objektiv besitzt. Indem du den Abstand zwischen Hintergrund und Motiv vergrößerst, kannst du Bokeh auch bei kleineren Blendenöffnungen wie f/8 erzielen.

So erzielst du Bokeh

Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass deine Fotos sichtbares Bokeh erzeugen, vergrößere den Abstand zwischen Motiv und Hintergrund. Du kannst dies erreichen, indem du den Abstand zwischen Kamera und Motiv verringerst. Je geringer die Schärfentiefe oder je weiter der Hintergrund entfernt ist, desto unschärfer wird er. Auch Glanzlichter im Hintergrund erzeugen sichtbareres Bokeh. Wenn du Gegenlicht, Seitenlicht oder Haarlicht verwendest, wird das Bokeh noch angenehmer.

Bokeh-Kameraeinstellungen

Fotografiere mit weit geöffneter Blende, also im Blendenprioritäts- oder im manuellen Modus. Im manuellen Modus kannst du sowohl die Blende als auch die Verschlusszeit wählen. Im Blendenprioritätsmodus wählst du die Blendenzahl, während die Kamera die passende Verschlusszeit bestimmt. Der flexible Programmmodus ist ebenfalls eine Möglichkeit, bei der du die größtmögliche Kombination aus Blende und Verschlusszeit auswählst.

Bokeh in Porträts

Porträts sind häufige Fotomotive, die schönes Bokeh zeigen. Nahaufnahmen und Makroaufnahmen von Blumen und anderen Naturmotiven sind ebenfalls beliebt. Ein oft fotografiertes Motiv für extremes Bokeh sind Weihnachtslichter oder andere stark reflektierende Objekte. Wenn diese absichtlich unscharf fotografiert werden, erscheinen sie als weiche, pastellfarbene Lichtkugeln.

Tipps zur Bokeh-Fotografie

1. Eine große Blendenöffnung ist am besten (mindestens f/2.8) 2. Verwende schnelle Festbrennweiten
3. Eine lange Brennweite erzeugt extremeres Bokeh
4. Fotografiere mit weit geöffneter Blende

5. Vergrößere den Abstand zwischen Motiv und Hintergrund 6. Gehe näher an dein Motiv heran
7. Mache Nahaufnahmen und Makroaufnahmen in der Natur 8. Verwende Gegenlicht, Seitenlicht oder Haarlicht.

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Semesterthema

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Neues Thema: „Es darf leicht sein“

Das kann doch nicht so schwer sein, dachten einige KursteilnehmerInnen bei der Vorstellung des neuen Semesterthemas durch unsere Kursleiterin Anna M. Tränkner. Dass es dann aber doch nicht ganz so leicht werden würde, wurde klar, als die zahlreichen Aspekte dieses Themas entfaltet wurden: 

Denn bei diesem Thema geht es weniger um technische Perfektion, sondern vielmehr darum eine Stimmung, ein Gefühl oder eine bestimmte Ästhetik zu erzeugen, die den Betrachter unmittelbar anspricht und eine Leichtigkeit vermittelt. Mögliche stilistische Ansätze können sein: zarte Farbpaletten (z.B. Himmel, Nebel, sanfte Landschaften), ruhige Porträts),

negativer „leerer“ Raum (z.B. einzelne Objekte in einer offenen Landschaft, minimalistische Architektur, Porträts mit viel Raum um die Person),

Bewegung und Fluss (z.B. Tänzer in Bewegung, wehende Stoffe, Wasserfälle oder Bäume im Wind), schlichte Eleganz (z.B. Architekturdetails, Modefotografie, Stillleben mit wenigen, perfekt arrangierten Objekten), lichtdurchflutete Szenen (z.B. Silhouetten, Fensterlicht, Morgendämmerung oder Sonnenuntergänge)

leichte Abstraktionen (z.B. Reflexionen im Wasser, Lichtreflexe, unscharfe Muster), atmosphärischer Nebel und Dunst (z.B. Wälder im Morgennebel, neblige Städte oder Landschaften) 

und leichte Körperlichkeit (z.B. Tänzer, Models in dynamischen, aber entspannten Posen, Körper im Zusammenspiel mit Licht und Schatten).

Die große Bandbreite und gefühlte Offenheit der Umsetzungsmöglichkeiten machen das Thema dann doch wieder recht komplex: Wofür soll sich der Fotograf oder die Fotografin entscheiden?? – Und natürlich ist auch eine technische Vertiefung angesagt, die bei diesem Thema eine besondere Rolle spielen kann: der Bokeh-Effekt (näheres erfahren Sie hier)

Großer Andrang auf der Vernissage

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„Weltbilder und Glaubensfreiheit“

Auch diese Mal war die Vernissage wieder sehr gut besucht. Wegen des großen Andrangs wurde die Begrüßung in den Vortragssaal der VHS Hamburg verlegt. Zahlreiche Gemeindemitglieder verschiedener Religionsgemeinschaften nahmen daran teil. Im Anschluß an die Begrüßung durch Anna M. Tränkner und der großen Beamershow betrachteten die Besucher auf drei langen Fluren des Gebäudes die Bilder zum Thema „Weltbilder und Glaubensfreiheit“. Es gab lebhafte Diskussionen an einzelnen Bildern und über die unterschiedlichen Sichtweisen der FotografInnen. Die Rückmeldungen zu dieser Ausstellung waren rundum sehr positiv.

Nicht verpassen!

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Vernissage am 13. Juli 2024

Unter dem Thema „Weltbilder“ eröffnet der Fotoclub um 13 Uhr im Raum 404 seine neue Ausstellung. Auf mehreren Fluren werden ca. 60 Exponate zum Thema präsentiert. Zu Beginn wird in einer Beamershow eine Auswahl der besten Fotos der KursteilnehmerInnen gezeigt.

Neues Semesterthema

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„Weltbilder“ heißt das Thema des Fotoclubs im Sommersemester 2024 und hat bereits Mitte Februar begonnen. In diesem Semester steht das technische Thema „Reportagefotografie“ im Vordergrund! Auf der ersten Sitzung erläuterte Kursleiterin Anna M. Tränkner dies ausführlich und grenzte die Reportage, die Ausschnitte eines Ereignisses einfängt, von der Dokumentation ab. Eine Reportage hat Platz für Unvorhergesehenes, sie lebt auch vom Perspektivwechsel.

In der Reportagefotografie geht es darum, den Betrachter am Geschehen teilhaben zu lassen, ihn an einen Ort mitzunehmen, ihm die Situation emotional zu vermitteln und das Gefühl zu geben, er sei dabei gewesen.

Ein Bild reicht für eine gute Fotoreportage kaum aus. Es mag dann ein bekanntes Titelbild geben, aber die Geschichte wird über mehrere Fotos transportiert. Es geht darum, Geschichten zu erzählen, die wirklich passiert sind. Die Fotoreportage stellt zwar eine eigene Kategorie dar, kann aber andere Genres wie die Portraitfotografie, die Sportfotografie, die Konzertfotografie, die Hochzeitsfotografie und andere in sich vereinen. Entscheidend ist dann, ob die Bilder dokumentarischen Charakter haben oder nicht. Technische Aspekte sind Schärfe und Schärfenuntiefe, auch Farben spielen eine große Rolle.

Unser Experimentiertag wird in diesem Kontext dem Thema Glaubensfreiheit gewidmet sein und in Zusammenarbeit mit dem Altonaer Museum stattfinden, das aktuell eine Ausstellung zum Thema „Glauben und glauben lassen“ anbietet. Wir werden dieses Thema vertiefen und mit Gemeinschaften aus verschiedenen Religionen aus Hamburg Kontakt aufnehmen und sie im Gespräch kennenlernen.